Scrum ist ein Prozess, aber keine Projektplanungsmethode. Die Planung für die einzelnen Sprints wird ja in die Hoheit des Teams gegeben, das ist ja die produktivitätssteigernde Neuartigkeit dieses Verfahrens (siehe den Abschnitt 4.4. „Scrum als Prozess“ in meinem Buch zu Project 2010, hier als kostenloses Download bereitgestellt). Wenn die „neue“ Planungsmethode darin bestünde, die Planung auf den Horizont des jeweils nächsten Sprints zu reduzieren, wäre sie die Aufgabe jeglicher Projektplanung.
Wenn man in den Unternehmen nachfragt, die in ihrer Entwicklung nach dem Scrum-Prozess arbeiten, hört man, – manchmal zwar etwas zurückhaltend – dass natürlich eine Gesamtplanung für das ganze Projekt vorgenommen wird. Das mögen die Ansprüche des Auftraggebers sein, aber auch interne Gründe der Terminüberwachung und/oder die Steuerung des Einsatzes der Mitarbeiter bei mehreren Teams, die eine Planung über den gesamten Horizont der Projektlaufzeit unverzichtbar machen.
Die Frage ist natürlich, in welchem Verhältnis die Planung der einzelnen Sprints zur Gesamtplanung steht. Diese Ausführungen wollen zeigen, wie das Time-Boxing der Sprints dargestellt werden kann und wie innerhalb der Sprints mit dem in Project 2010 Professional neuen Feature des „Teamplaners“ eine Ressourcenplanung einfach per Drag und Drop vorgenommen werden kann.

